EU-Maschinenverordnung 2027: Was OEMs jetzt wissen müssen

EU-Maschinenverordnung 2027: Was funktionale Sicherheit und Cybersicherheit verbindet

Maschinen werden immer digitaler und vernetzter. Damit entstehen neue Möglichkeiten, aber auch neue Sicherheitsrisiken. Mit der EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 trägt die EU diesem Wandel jetzt Rechnung. Sie legt fest, welche Sicherheitsanforderungen Maschinen erfüllen müssen, bevor sie auf dem europäischen Markt bereitgestellt oder erstmals in Betrieb genommen werden dürfen. Ab dem 20. Januar 2027 ersetzt sie die bisherige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und gilt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten.

Für Hersteller bedeutet das: bestehende Sicherheitskonzepte müssen neu geprüft, potenzielle Schwachstellen identifiziert und mögliche Lücken geschlossen werden. Während die technischen Grundlagen wie Normen überarbeitet und neue Anforderungen konkretisiert werden, rückt der Stichtag unaufhaltsam näher. Grund genug für eine Zwischenbilanz: Wo stehen wir aktuell bei Functional Safety, Cybersecurity und harmonisierten Standards? Und worauf sollten OEMs und Technologiezulieferer bereits achten?

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1. Normen im Wandel: Die technische Grundlage wird angepasst

Die Europäische Kommission, das Europäische Komitee für Normung (CEN) und das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) arbeiten an einem umfangreichem Normungsprogramm zur Unterstützung der neuen Maschinenverordnung.

Zu den wichtigsten Schwerpunkten gehören:

  • Überprüfung bestehender harmonisierter Normen im Hinblick auf die neuen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen.
  • Ermittlung regulatorischer und technischer Lücken.
  • Entwicklung von Anforderungen an die sicherheitsbezogene Cybersicherheit.
  • Berücksichtigung neuer Technologien, einschließlich KI-gestützter Sicherheitsfunktionen.
  • Wahrung der Kontinuität bestehender Maschinennormen, soweit dies technisch und rechtlich angemessen ist.

Die Herausforderung ist erheblich: Hunderte bestehender Normen müssen bewertet, überführt oder überarbeitet werden. Gleichzeitig sollen bewährte Normen möglichst weiter genutzt werden können, soweit dies technisch und rechtlich angemessen ist.

2. Funktionale Sicherheit und Cybersicherheit gemeinsam betrachten

Für Maschinenhersteller bleibt die Einhaltung von Normen wie EN ISO 13849-1 oder IEC 62061 wesentlich. Bei der Bewertung digitaler Risiken muss jedoch zusätzlich betrachtet werden, ob Cyberbedrohungen die Sicherheitsfunktionen einer Maschine beeinträchtigen können.

Die neue Maschinenverordnung greift diesen Zusammenhang ausdrücklich auf: Besonders relevant sind die Anforderungen in Anhang III, Abschnitt 1.1.9 zum Schutz gegen Korrumpierung und Abschnitt 1.2.1 zur Sicherheit und Zuverlässigkeit von Steuerungen. Gemeint ist unter anderem der Schutz vor Veränderungen an Software, Daten oder Hardware, die zu gefährlichen Situationen führen können.

Für Hersteller ist eine technische Lückenanalyse deshalb ein sinnvoller Ausgangspunkt. Sie zeigt, welche Anforderungen bereits abgedeckt sind und wo Handlungsbedarf besteht. Dabei sollten insbesondere folgende Fragen untersucht werden:

  • Software und Firmware: Wie wird sicherheitsrelevante Software vor unbefugten Veränderungen geschützt?
  • Parameter: Wie werden unbefugte Änderungen sicherheitsrelevanter Einstellungen verhindert?
  • Fernzugriff und Diagnose: Wie sind die Zugänge zur Maschine abgesichert?
  • Softwarestände: Lassen sich Versionen und Änderungen eindeutig nachvollziehen?
  • Schnittstellen und Kommunikation: Welche digitalen Eingriffe könnten gefährliche Situationen verursachen?
  • Nachweise: Wie werden Änderungen und Eingriffe an sicherheitsrelevanter Software dokumentiert?

3. Cybersicherheit: EN 50742 und die Arbeit von CENELEC

Wie lässt sich der Schutz vor digitalen Eingriffen technisch umsetzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Normungsprojekt prEN 50742 zum Schutz gegen Korrumpierung, das im technischen Komitee CENELEC TC 44X erarbeitet wird. Der Entwurf behandelt den Zusammenhang zwischen Cyberbedrohungen und Maschinensicherheit, insbesondere die Anforderungen aus Anhang III, Abschnitte 1.1.9 und 1.2.1.

Für Hersteller soll dadurch eine strukturierte Grundlage entstehen, um entsprechende Risiken zu bewerten und Schutzmaßnahmen abzuleiten. Dabei bleibt eine Unterscheidung wichtig: Ein Normenentwurf begründet noch keine Konformitätsvermutung. Dafür muss die Fundstelle der entsprechenden harmonisierten Norm im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht sein. Die Konformitätsvermutung bezieht sich dann auf die Anforderungen, die von der Norm abgedeckt werden.

4. Harmonisierte Normen: Der Übergang ist noch nicht abgeschlossen

Neben der Entwicklung neuer Normen spielt die Überführung bestehender harmonisierter Normen in den Rechtsrahmen der Maschinenverordnung eine wichtige Rolle. Die Europäische Kommission bereitet hierfür die entsprechenden Grundlagen vor.

Dennoch müssen Hersteller unterscheiden zwischen:

  • Normen, die derzeit unter der Richtlinie 2006/42/EG harmonisiert sind.
  • Normen, die in die neue Verordnung (EU) 2023/1230 übernommen werden sollen.
  • Normen, die sich in Überarbeitung oder Entwicklung befinden.
  • Normen, deren Fundstellen unter der neuen Verordnung offiziell veröffentlicht wurden.

Diese Unterscheidung hilft dabei, vorhandene Nachweise richtig einzuordnen. Denn eine bestehende Norm deckt nicht automatisch sämtliche neuen Anforderungen ab – insbesondere im Bereich der sicherheitsbezogenen Cybersicherheit. Hersteller sollten daher prüfen, welche Anforderungen durch die verwendeten Normen erfasst werden und wo ergänzende Bewertungen erforderlich sind.

5. Der Cyber Resilience Act: Ein weiterer Rechtsrahmen für digitale Produkte

Die Maschinenverordnung ist nicht der einzige Rechtsrahmen, der bei vernetzten Maschinen und Komponenten berücksichtigt werden muss. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA), der Verordnung (EU) 2024/2847, kommen zusätzliche Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen hinzu.

Für Hersteller elektronischer Steuergeräte, programmierbarer Steuerungen, Sensoren, Gateways und vernetzter Maschinensysteme wird es deshalb zunehmend wichtig, das Zusammenspiel beider Verordnungen zu verstehen.

Dabei haben die Maschinenverordnung und der CRA unterschiedliche Anwendungsbereiche und Geltungsfristen. Unternehmen müssen daher für ihre jeweiligen Produkte prüfen, welche Anforderungen gelten und wie diese gemeinsam berücksichtigt werden können.

Was sollten OEMs und Technologiezulieferer jetzt tun[?

Für die Bereiche Krane und Hebetechnik sowie mobile Off-Highway-Arbeitsmaschinen sollte die Priorität damit klar sein: Jetzt mit der technischen Lückenanalyse beginnen, anstatt auf die endgültigen harmonisierten Normen zu warten. Hersteller sollten ihre Sicherheitsarchitekturen, Prozesse im Softwarelebenszyklus, Fernverbindungen, Cybersicherheitsmaßnahmen und technischen Dokumentationen überprüfen.

Die entscheidende Frage geht dabei über die funktionale Sicherheit der Maschine hinaus: Kann die Maschine auch dann sicher bleiben, wenn ihre digitale Steuerungsumgebung vorhersehbaren Cyberbedrohungen ausgesetzt ist?

Die nächste Generation der Konformität von Maschinen wird eine deutlich engere Verzahnung von funktionaler Sicherheit, Cybersicherheit und Systems Engineering erfordern. Januar 2027 ist nicht der Beginn dieses Übergangs. Es ist die Frist, bis zu der die Vorbereitungen abgeschlossen sein müssen.

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Teststreckenbau in Bekasi mit dem SUPER-SKI

Großprojekt in Indonesien: SUPER-SKI im Einsatz auf einem der größten Testgelände Südostasiens

Beim Bau eines der größten Fahrzeugtestgelände Südostasiens trafen hohe Qualitätsanforderungen auf einen straffen Zeitplan. Für die Herstellung der Prüfstrecken und des Hochgeschwindigkeitsovals setzte das Bauteam im indonesischen Bekasi deshalb auf den SUPER-SKI.

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Hohe Anforderungen treffen auf kurze Bauzeit

In der indonesischen Provinz Westjava, östlich von Jakarta, liegt Bekasi, einer der bedeutendsten Industriestandorte des Landes. Die Region ist geprägt von internationalen Automobilherstellern und einem dichten Netzwerk an Zulieferbetrieben. Hier ist auch das staatliche Prüf- und Zertifizierungszentrum BPLJSKB ansässig.

Herzstück dieses modernen Zentrums ist sein Testgelände, das für Fahrzeugprüfungen nach internationalen Anforderungen – darunter technische Regelungen der Vereinten Nationen (UN) – ausgelegt ist.  Die 19 Hektar große Anlage mit zahlreichen spezialisierten Teststrecken und einem Hochgeschwindigkeitsoval entstand zwischen 2024 und 2025 in gerade mal anderthalb Jahren. Die Kombination aus hohen Qualitätsanforderungen und einer kurzen Bauzeit stellte das Bauteam dabei vor besondere Herausforderungen.

Höchste Präzision auf jedem Streckenmeter

Für zuverlässige und reproduzierbare Messergebnisse müssen die Fahrbahnen auf Testgeländen höchste Anforderungen an Präzision und Ebenheit erfüllen. Bereits kleinste Unebenheiten können Fahrdynamik-, Komfort- oder Sicherheitstests beeinflussen.

Wie anspruchsvoll die Umsetzung dieser Vorgaben in der Praxis war, zeigte sich bereits beim Einbau der ersten Asphaltlage. Diese wurde zunächst konventionell mithilfe von Referenzschnüren hergestellt. Dabei konnte die geforderte Genauigkeit jedoch nicht zuverlässig erreicht werden. Um die technischen Vorgaben einzuhalten, waren wiederholt Nacharbeiten erforderlich: Abschnitte mussten teilweise zurückgebaut, die Referenzschnüre neu eingerichtet und die Asphaltlage erneut eingebaut werden. Dies führte zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen im Bauablauf.

Um diese Herausforderungen zu meistern, suchte der Hauptauftragnehmer nach einer technischen Lösung. Unterstützung erhielt er dabei von GEOMETA, dem MOBA-Vertriebspartner in Indonesien. Das Unternehmen mit Sitz in Jakarta ist auf Geodaten-, Vermessungs- und Maschinensteuerungslösungen spezialisiert. Gemeinsam mit dem Hauptauftragnehmer organisierte GEOMETA einen Praxistest mit dem SUPER-SKI. Ziel war es nachzuweisen, dass die geforderten Qualitätsstandards damit zuverlässig erreicht werden können.

Mit Super-Ski zu mehr Ebenheit

Ob die Technologie die hohen Anforderungen des Projekts erfüllen konnte, sollte sich dabei im Praxiseinsatz auf dem Hochgeschwindigkeitsoval zeigen: Dort kam der MOBA SUPER-SKI auf der gesamten Fläche von der zweiten Asphaltlage, der Binderschicht, bis zur vierten und obersten Lage, der Deckschicht, zum Einsatz.

Ziel war es, die Oberflächenqualität über die gesamte Strecke hinweg zu maximieren und den Einbau gleichzeitig effizienter zu gestalten. Als Qualitätsmaßstab wurde vorab eine Ebenheitstoleranz von ±3 mm festgelegt, gemessen mit einer 3-Meter-Richtlatte. Voraussetzung dafür war ein fachgerecht hergestellter Untergrund gemäß den technischen Vorgaben.

Die Ergebnisse überzeugten: Die anschließenden Profilometermessungen auf zwei repräsentativen Abschnitten des Hochgeschwindigkeitsovals belegten eine deutliche Verbesserung der Oberflächenqualität. Die ausgewerteten Bereiche umfassten sowohl einen geraden Streckenabschnitt als auch einen Abschnitt mit 12 % Querneigung und deckten damit unterschiedliche Anforderungen des Streckenverlaufs ab.

  • Gerader Abschnitt: Verringerung der Standardabweichung von 1,00 mm auf 0,43 mm.
  • Bei 12 % Querneigung: Verringerung der Standardabweichung von 0,82 mm auf 0,52 mm.

Auf den untersuchten Streckenabschnitten konnte die Oberflächenebenheit somit um rund 30 bis 60 Prozent verbessert werden. Die erzielten Werte lagen deutlich innerhalb der vorgegebenen Toleranzen und verdeutlichen die Vorteile des Systems bei Bauprojekten mit hohen Anforderungen an Präzision und Oberflächenqualität.

Das Ergebnis: Mehr Qualität bei geringerem Aufwand

Die positiven Effekte beschränkten sich nicht auf die Messergebnisse. Auch im Baustellenalltag zeigte sich der Nutzen des Systems deutlich. Nach Angaben der Projektbeteiligten reduzierte sich der Zeitaufwand für den Einbau um mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig waren auf den mit Super-Ski hergestellten Testflächen keine Nacharbeiten erforderlich, um die vorgegebenen Spezifikationen einzuhalten.

Entsprechend positiv fiel das Feedback aus: Sowohl Projektmanagement und Berater als auch das ausführende Bauunternehmen und die Fertigerbediener bewerteten den Einsatz der Technologie durchweg positiv. Für das Team vor Ort bedeutete dies vor allem weniger Zeit für Korrekturen und Nacharbeiten und mehr Zeit für die Umsetzung der nächsten Bauabschnitte.

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Digitale Abfallwirtschaft: Systeme vernetzen

Digitale Abfallwirtschaft: Warum vernetzte Systeme mehr bringen als einzelne Lösungen

Digitale Lösungen unterstützen viele Abläufe in der Abfallwirtschaft. Insbesondere bei der Abfallsammlung erfassen sie dabei wertvolle Daten. Deren volles Potenzial bleibt aber häufig ungenutzt. Das Problem: Die Systeme arbeiten getrennt voneinander, ihre Informationen bleiben isoliert. Erst wenn die einzelnen Technologien zu einer aufeinander abgestimmten Gesamtlösung verbunden und ihre Daten miteinander verknüpft werden, kann der gesamte Mehrwert der erfassten Informationen genutzt werden. Dann können Leistungen nachvollziehbar dokumentiert, kommende Einsätze besser geplant und Abläufe gezielt optimiert werden.

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Welche Daten bei der Abfallsammlung entstehen

Eine digitale Prozesskette beginnt in der Regel direkt dort, wo die kommunale Leistung erbracht wird: am Fahrzeug bzw. am Behälter. Dabei übernehmen verschiedene Systeme unterschiedliche Aufgaben. Mithilfe von Identifikationssystemen lässt sich beispielsweise eindeutig feststellen, welcher Abfallbehälter gerade geleert wird. Über die hinterlegte Zuordnung lässt sich nachvollziehen, welchem Kunden oder Grundstück der Behälter zugeordnet ist. Mobile Wiegesysteme erfassen zusätzlich das Gewicht – je nach System dynamisch während des Hubvorgangs oder statisch im Stillstand. Und Systeme zur Störstofferkennung können Hinweise auf Materialien liefern, die nicht in die jeweilige Abfallfraktion gehören.


Jedes dieser Systeme liefert wichtige Informationen. Ein vollständigeres Bild entsteht aber erst, wenn die Daten miteinander verknüpft werden: Welcher oder wessen Behälter wurde geleert, wie viel Abfall enthielt er und wurde etwas unsachgemäß entsorgt?


Damit die Informationen gemeinsam genutzt werden können, braucht es eine Softwarelösung, die die Daten aus den angebundenen Systemen zusammenführt und mit den hinterlegten Behälter- und Kundendaten verknüpft. MAWIS.U2 ermöglicht es beispielsweise, Leerungen, Gewichtswerte und mögliche Auffälligkeiten zentral zu verwalten und auszuwerten. Dokumentierte Leerungen, Gewichte und Ereignisse schaffen nachvollziehbare Leistungsnachweise und erleichtern die Bearbeitung von Reklamationen oder Serviceanfragen. Gleichzeitig reduziert die zentrale Datenhaltung die Suche nach Informationen in verschiedenen Anwendungen.

Wie vernetzte Daten die Tourenplanung unterstützen

Noch mehr lässt sich aus den Daten gewinnen, wenn die Software auch die Einsatzplanung unterstützt: Mit MAWIS.U2 werden beispielsweise die dokumentierten Leerungen auch zur Grundlage für die Planung kommender Touren. Behälterstandorte und Entsorgungsgebiete bilden dabei die Basis für digitale Tourenmodelle. Werden Betriebsdaten und Einsatzplanung miteinander verknüpft, lassen sich Fahrzeuge und Personal bedarfsgerechter einsetzen. Die erstellten Tagestouren werden anschließend an die angebundenen Bordcomputer der Einsatzfahrzeuge übertragen.

Informationen aus dem Betrieb helfen zusätzlich, geplante und tatsächlich gefahrene Touren zu vergleichen und Anpassungsbedarf zu erkennen. So liefern die dokumentierten Einsätze Hinweise, wie sich kommende Touren besser organisieren lassen.

Bei geeigneten Sammelsystemen, etwa öffentlich zugänglichen Containern, können Füllstandssensoren die Planung zusätzlich am aktuellen Leerungsbedarf ausrichten. Sie erfassen den Füllstand und übermitteln die Messwerte an die Software. Zusammen mit den weiteren Planungsdaten lässt sich so bestimmen, welche Behälter angefahren werden sollen.

MAWIS: Eine Plattform für die digitale Abfallwirtschaft

Je mehr Aufgaben auf die erfassten Daten zugreifen, desto wichtiger wird das Zusammenspiel der Systeme. Denn der eigentliche Mehrwert entsteht dabei nicht durch einzelne Technologien, sondern durch ihre Vernetzung. Eine Gesamtlösung wie MAWIS, deren Komponenten bereits aufeinander abgestimmt sind, kann die Integration erleichtern und den Aufwand bei späteren Erweiterungen reduzieren.

Die Plattform verbindet die Technik zur Datenerfassung mit der Software für Dokumentation, Auswertung und Planung. Dazu gehören MAWIS.IDENT zur Behälteridentifikation, MAWIS.WEIGHING zur Gewichtserfassung, MAWIS.AI VIEW zur KI-gestützten Störstofferkennung und MAWIS.SMARTBIN für Füllstandsmessung und Zugangskontrolle. In der zentralen Software MAWIS.U2 laufen die Informationen zusammen. Mobile Anwendungen ermöglichen zudem die digitale Erfassung weiterer Leistungen direkt vor Ort.

Damit bietet MOBA die wesentlichen Bausteine entlang der digitalen Prozesskette aus einer Hand – einschließlich ihrer Vernetzung. Welche davon zum Einsatz kommen, richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Entsorgungsunternehmens oder der Kommune. Über entsprechende Schnittstellen lassen sich auch bestehende Systeme anderer Anbieter einbinden.

Auch Straßenreinigung und Winterdienst digital organisieren

Viele der zugrunde liegenden Aufgaben sind nicht ausschließlich in der Abfallwirtschaft relevant. Auch bei anderen kommunalen Dienstleistungen stellt sich die gleiche grundlegende Frage: Wie lässt sich nachvollziehbar erfassen, welche Leistung wann, wo und mit welchem Fahrzeug erbracht wurde?

Die Plattform ist deshalb nicht auf die Abfalllogistik beschränkt. Auch bei Straßenreinigung und Winterdienst müssen Einsätze geplant und erbrachte Leistungen nachvollziehbar dokumentiert werden. MAWIS.U2 unterstützt diese Aufgaben ebenfalls. So lassen sich verschiedene kommunale Dienstleistungen innerhalb derselben Plattform organisieren.

Das volle Potenzial liegt im Zusammenspiel

Ob Behälteridentifikation, mobile Wägetechnik, Störstofferkennung oder Tourenplanung: Jede dieser Technologien kann einzelne Abläufe verbessern. Ihr volles Potenzial entfalten sie jedoch erst, wenn die erfassten Informationen systemübergreifend genutzt werden.

Erfassen – Dokumentieren – Optimieren beschreibt diesen Weg: Daten werden dort erfasst, wo die Arbeit stattfindet, zentral zusammengeführt und für Nachweise, Planung und Steuerung genutzt. Entscheidend ist damit nicht allein, welche Technik eingesetzt wird, sondern wie gut sie im Arbeitsalltag zusammenspielt.

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Präzision auf der A10: MOBA SUPER-SKI im Praxiseinsatz

Präzision auf der A10: MOBA SUPER-SKI im Praxiseinsatz

Wie lässt sich beim Asphalteinbau über lange Strecken eine gleichmäßige Höhenführung sicherstellen? Ein aktueller Einsatz des MOBA SUPER-SKI auf der A10 am Berliner Ring gibt einen direkten Einblick in die Anwendung des Systems unter realen Baustellenbedingungen. 

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Praxisfeedback direkt von der Baustelle

Gemeinsam mit dem Team der EUROVIA Niederlassung Berlin konnten wir den Einsatz des MOBA SUPER-SKI auf einer Baumaßnahme am Berliner Ring (A10) vor Ort begleiten. 
Das Feedback der Baustellenverantwortlichen fiel durchweg positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die hohe Ebenheitsqualität, die einfache Handhabung beim Umbau der Sensoren sowie die zuverlässige und stabile Regelung während des Asphalteinbaus mit dem bekannten MOBA–MATIC II Regler. 
Auch der neue MOBA Transportkoffer für den SUPER-SKI kam auf der Baustelle gut an. Bauleiter André Wenzel hob insbesondere den einfachen und rückenfreundlichen Transport hervor. Der Koffer ermöglicht es, die SUPER-SKI-Sensoren von nur einer Person zu transportieren. 

Präzise Höhenführung über längere Referenzstrecken

Der Einsatz des SUPER-SKI ermöglicht eine präzise Höhenführung über längere Referenzstrecken und unterstützt Einbauteams dabei, anspruchsvolle Qualitätsanforderungen im Straßenbau zuverlässig umzusetzen. 
Dafür erfasst das System die Fahrbahn über mehrere Messpunkte und schafft eine gleichmäßige Referenz für die automatische Nivellierung. So wird eine stabile Höhenführung über einen größeren Bereich unterstützt. In Verbindung mit der MOBA-MATIC II entsteht ein zuverlässiger Regelprozess während des Asphalteinbaus. 
Gleichzeitig profitieren die Teams von einer effizienten Arbeitsweise und reproduzierbaren Ergebnissen beim Asphalteinbau. 

Ebenheit ist mehr als ein Messergebnis

Eine gut nivellierte Fahrbahn ist nicht nur eine Frage der abschließenden Qualitätskontrolle. Die Höhenführung während des Einbaus beeinflusst bereits unmittelbar den Arbeitsablauf auf der Baustelle. 

Eine gleichmäßige Einbauqualität kann dazu beitragen, 

  • Nacharbeit und zusätzliche Korrektureinsätze zu reduzieren, 
  • Material durch gleichmäßigere Schichtstärken gezielter einzusetzen, 
  • produktive Einbauabläufe zu unterstützen, 
  • die Grundlage für eine langlebige Fahrbahn zu schaffen, 
  • zusätzlichen Aufwand und Folgekosten für den Auftraggeber zu reduzieren sowie 
  • Fahrkomfort und Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu unterstützen.

    Gerade bei großen Infrastrukturprojekten können bereits geringe Abweichungen zusätzliche Arbeiten und damit Zeit-, Material- und Maschineneinsatz verursachen. Je zuverlässiger die Höhenführung während des Einbaus funktioniert, desto besser lassen sich solche Korrekturen vermeiden. 

Praxiseinsatz auf der A10

Der Einsatz auf dem Berliner Ring zeigt, wie der MOBA SUPER-SKI Einbauteams bei einer gleichmäßigen Höhenführung und reproduzierbaren Ergebnissen unterstützen kann. Für den Baustellenalltag zählen dabei nicht nur die Regelqualität, sondern ebenso eine einfache Handhabung und zuverlässige Abläufe. 

Vielen Dank an das Team der EUROVIA Niederlassung Berlin für das Vertrauen in unsere Technologie und die gute Zusammenarbeit auf der Baustelle. 
Wir freuen uns darauf, auch zukünftige Projekte gemeinsam umzusetzen. 

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Erfolg im Dreiklang: Zeigner, Furukawa und MOBA bei SSE

Erfolg im Dreiklang: Zeigner, Furukawa und MOBA bei SSE

Wenn Technik über viele Jahre zuverlässig ihren Dienst tut, ist das mehr als nur Glück – es ist das Ergebnis durchdachter Investitionen und starker Partnerschaften. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der wiederholte Einsatz eines Bohr-Steuerungssystems von MOBA. Das auf bohr- und sprengtechnische Dienstleistungen spezialisierte Unternehmen SSE hat kürzlich eine neue Bohrmaschine vom Typ Furukawa L90 in Betrieb genommen – geliefert vom langjährigen Furukawa-Vertriebspartner Zeigner ZHD Bohrtechnik. Es ist bereits die dritte Maschine, auf der die bewährte Bohrsteuerung Xsite DRILL erfolgreich eingesetzt wird.

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Kontinuität mit System

Die Entscheidung von SSE Deutschland für die neue Furukawa-Maschine fiel dem Unternehmen leicht – nicht zuletzt, weil die 2016 angeschaffte MOBA-Steuerung problemlos auf das neue Gerät übernommen werden konnte. Ein echter Vorteil, denn das System hat sich über neun Jahre hinweg im harten Baustellenalltag als extrem robust, präzise und zuverlässig erwiesen. Nur kleinere Ersatzteilaustausche waren nötig – der Rest lief wie am ersten Tag. Dank regelmäßiger Systemupdates ist die Steuerung trotz ihres Alters technisch immer noch auf dem neuesten Stand.

SSE nutzt das Xsite DRILL-System, um Bohrlochspezifikationen wie Ansatzpunkt, Bohrlochlänge, -neigung und -richtung, die sich aus einer speziellen Sprengplanungs-Software ergeben, drahtlos auf das Bohrgerät zu übertragen. So kann ein Bohrfeld direkt und präzise abgebohrt werden – ganz ohne zusätzliche Zwischenschritte wie das manuelle Anzeichnen der Bohrlöcher auf der Sohle.

MOBA: Qualität, die bleibt

Die modulare Bauweise der Xsite DRILL-Steuerung erlaubt eine einfache Anpassung an neue Maschinen und wachsende Anforderungen. Diese Flexibilität spart nicht nur Kosten, sondern schont auch Ressourcen – ein Pluspunkt in Sachen Nachhaltigkeit. MOBA Mobile Automation aus Limburg an der Lahn ist seit Jahrzehnten bekannt für intelligente Maschinensteuerungen und maßgeschneiderte Automatisierungslösungen. Gerade im Bereich Tiefbau und Bohrtechnik setzen die Systeme Standards in Sachen Qualität, Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Zeigner: Kompetenz vor Ort

Als langjähriger Furukawa-Händler betreut Zeigner ZHD Bohrtechnik Kunden in Deutschland mit hoher technischer Expertise, umfassendem Service und viel Engagement. Die enge Zusammenarbeit mit MOBA und das gute Gespür für die Bedürfnisse der Kunden machen Zeigner zu einem wertvollen Partner für Unternehmen wie SSE. Dass SSE der Kombination aus Furukawa-Maschine, Zeigner-Service und MOBA-Steuerung bereits zum dritten Mal vertraut, spricht für sich.

Fazit

Die Geschichte von SSE, Zeigner, Furukawa und MOBA zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Technik, kompetente Beratung und verlässliche Partnerschaften zusammenwirken. Wenn ein System auch nach neun Jahren noch auf der Höhe der Zeit ist, ist das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ein echtes Qualitätsmerkmal – und ein starkes Statement für zukunftssichere Investitionen im Baumaschinenbereich.

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