Teststreckenbau in Bekasi mit dem SUPER-SKI

Großprojekt in Indonesien: SUPER-SKI im Einsatz auf einem der größten Testgelände Südostasiens

Beim Bau eines der größten Fahrzeugtestgelände Südostasiens trafen hohe Qualitätsanforderungen auf einen straffen Zeitplan. Für die Herstellung der Prüfstrecken und des Hochgeschwindigkeitsovals setzte das Bauteam im indonesischen Bekasi deshalb auf den SUPER-SKI.

Automatisch Erfolgreich

Der Technikpodcast von MOBA

Hohe Anforderungen treffen auf kurze Bauzeit

In der indonesischen Provinz Westjava, östlich von Jakarta, liegt Bekasi, einer der bedeutendsten Industriestandorte des Landes. Die Region ist geprägt von internationalen Automobilherstellern und einem dichten Netzwerk an Zulieferbetrieben. Hier ist auch das staatliche Prüf- und Zertifizierungszentrum BPLJSKB ansässig.

Herzstück dieses modernen Zentrums ist sein Testgelände, das für Fahrzeugprüfungen nach internationalen Anforderungen – darunter technische Regelungen der Vereinten Nationen (UN) – ausgelegt ist.  Die 19 Hektar große Anlage mit zahlreichen spezialisierten Teststrecken und einem Hochgeschwindigkeitsoval entstand zwischen 2024 und 2025 in gerade mal anderthalb Jahren. Die Kombination aus hohen Qualitätsanforderungen und einer kurzen Bauzeit stellte das Bauteam dabei vor besondere Herausforderungen.

Höchste Präzision auf jedem Streckenmeter

Für zuverlässige und reproduzierbare Messergebnisse müssen die Fahrbahnen auf Testgeländen höchste Anforderungen an Präzision und Ebenheit erfüllen. Bereits kleinste Unebenheiten können Fahrdynamik-, Komfort- oder Sicherheitstests beeinflussen.

Wie anspruchsvoll die Umsetzung dieser Vorgaben in der Praxis war, zeigte sich bereits beim Einbau der ersten Asphaltlage. Diese wurde zunächst konventionell mithilfe von Referenzschnüren hergestellt. Dabei konnte die geforderte Genauigkeit jedoch nicht zuverlässig erreicht werden. Um die technischen Vorgaben einzuhalten, waren wiederholt Nacharbeiten erforderlich: Abschnitte mussten teilweise zurückgebaut, die Referenzschnüre neu eingerichtet und die Asphaltlage erneut eingebaut werden. Dies führte zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen im Bauablauf.

Um diese Herausforderungen zu meistern, suchte der Hauptauftragnehmer nach einer technischen Lösung. Unterstützung erhielt er dabei von GEOMETA, dem MOBA-Vertriebspartner in Indonesien. Das Unternehmen mit Sitz in Jakarta ist auf Geodaten-, Vermessungs- und Maschinensteuerungslösungen spezialisiert. Gemeinsam mit dem Hauptauftragnehmer organisierte GEOMETA einen Praxistest mit dem SUPER-SKI. Ziel war es nachzuweisen, dass die geforderten Qualitätsstandards damit zuverlässig erreicht werden können.

Mit Super-Ski zu mehr Ebenheit

Ob die Technologie die hohen Anforderungen des Projekts erfüllen konnte, sollte sich dabei im Praxiseinsatz auf dem Hochgeschwindigkeitsoval zeigen: Dort kam der MOBA SUPER-SKI auf der gesamten Fläche von der zweiten Asphaltlage, der Binderschicht, bis zur vierten und obersten Lage, der Deckschicht, zum Einsatz.

Ziel war es, die Oberflächenqualität über die gesamte Strecke hinweg zu maximieren und den Einbau gleichzeitig effizienter zu gestalten. Als Qualitätsmaßstab wurde vorab eine Ebenheitstoleranz von ±3 mm festgelegt, gemessen mit einer 3-Meter-Richtlatte. Voraussetzung dafür war ein fachgerecht hergestellter Untergrund gemäß den technischen Vorgaben.

Die Ergebnisse überzeugten: Die anschließenden Profilometermessungen auf zwei repräsentativen Abschnitten des Hochgeschwindigkeitsovals belegten eine deutliche Verbesserung der Oberflächenqualität. Die ausgewerteten Bereiche umfassten sowohl einen geraden Streckenabschnitt als auch einen Abschnitt mit 12 % Querneigung und deckten damit unterschiedliche Anforderungen des Streckenverlaufs ab.

  • Gerader Abschnitt: Verringerung der Standardabweichung von 1,00 mm auf 0,43 mm.
  • Bei 12 % Querneigung: Verringerung der Standardabweichung von 0,82 mm auf 0,52 mm.

Auf den untersuchten Streckenabschnitten konnte die Oberflächenebenheit somit um rund 30 bis 60 Prozent verbessert werden. Die erzielten Werte lagen deutlich innerhalb der vorgegebenen Toleranzen und verdeutlichen die Vorteile des Systems bei Bauprojekten mit hohen Anforderungen an Präzision und Oberflächenqualität.

Das Ergebnis: Mehr Qualität bei geringerem Aufwand

Die positiven Effekte beschränkten sich nicht auf die Messergebnisse. Auch im Baustellenalltag zeigte sich der Nutzen des Systems deutlich. Nach Angaben der Projektbeteiligten reduzierte sich der Zeitaufwand für den Einbau um mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig waren auf den mit Super-Ski hergestellten Testflächen keine Nacharbeiten erforderlich, um die vorgegebenen Spezifikationen einzuhalten.

Entsprechend positiv fiel das Feedback aus: Sowohl Projektmanagement und Berater als auch das ausführende Bauunternehmen und die Fertigerbediener bewerteten den Einsatz der Technologie durchweg positiv. Für das Team vor Ort bedeutete dies vor allem weniger Zeit für Korrekturen und Nacharbeiten und mehr Zeit für die Umsetzung der nächsten Bauabschnitte.

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